Handysammelaktion am Mauri

„Finanzieren wir mit unseren Handys den Krieg im Kongo?“
Diese Frage war Leitfrage in einer Unterrichtseinheit im evangelischen Religionsunterricht der Jahrgangsstufe 9 an unserer Schule unter Leitung Christoph Graunke. In diesem Kooperationskurs zusammen mit Schülern des Liebfrauengymnasiums war die ARTE-Dokumentation „Blood in the Mobile“ von F. Paulsen die Grundlage.

Kinderarbeit im Kongo, die politische und wirtschaftliche Situation im Kongo, soziale Verantwortung von Unternehmen und vor allem Rohstoffe in Handys und deren Recycling waren Inhalte des Unterrichts. Je länger die Schüler an dem Thema arbeiteten, umso größer wurde die Betroffenheit der Schüler. Überrascht stellten sie fest, dass fast jeder ein altes, kaputtes Handy in einer Schublade hat. Daraus entwickelten sie die Idee, in beiden Schulen eine Sammelaktion von Althandys zu organisieren. Plakate, Flyer und persönliche Ansprachen führten zu einem durchschlagenden Erfolg. 32 kg Handys wurden an beiden Schulen zusammen gesammelt. Besonders die jüngeren Schüler waren hierbei sehr engagiert. „Und das liegt nicht nur an dem versprochenen Preis für die Klasse mit den meisten abgegebenen Handys“, bemerkten die Religionsschüler. Die Telefone sollen jetzt über ein (kommerzielles) Unternehmen recycelt werden. So können wertvolle Rohstoffe erhalten werden. Der Erlös aus dem Verkauf soll über Unicef für Kinder in der 3. Welt gespendet werden.

Falls auch ihr noch ein altes Handy habt und das Projekt der Schüler gegen Kinderarbeit unterstützen möchtet, könnt ihr dies tun. Für weitere zwei Wochen werden die Sammelstellen in den Sekretariaten beider Schulen noch alte Handys entgegen nehmen.

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