Klasse 5/6 (G9)

Das Mauritius-Gymnasium folgt der Entscheidung der Landesregierung NRW das neunjährige Gymnasium wiedereinzuführen. Wir tun dies mit voller Überzeugung, weil wir es für richtig halten, den Schülerinnen und Schülern mehr Zeit zum vertieften Lernen und zur Persönlichkeitsreifung zu geben. Mit dem Schuljahr 2019/20 gehen die Klassen 5 und 6 daher zu G9 über. Die Stundentafel weist einige Unterschiede zum achtjährigen Gymnasium auf. In den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik stehen mehr Stunden zur Verfügung, wodurch die Ziele von G9 bereits von Anfang an verwirklicht werden können. Wichtig ist auch, dass der Unterricht auf den Vormittag beschränkt ist und der Unterricht für die fünften und sechsten Klassen um 13 Uhr schließt. Hier die Stundenverteilung im Überblick:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Klasse 5 werden die Säulen des Schulprofils ‚Mauritius begleitet‘ und ‚Mauritius digital‘ im Schulalltag darüber hinaus durch Ergänzungsstunden realisiert. In der Lernzeit werden systematisch Techniken des Lernens und Arbeitens aufgebaut, in der informationstechnischen Grundbildung die Zusammenarbeit mit anderen Fächern Grundlagen für den Umgang mit dem Computer gelegt. Schülerinnen und Schüler, die ein Instrument spielen, können bereits ab Klasse 5 einmal in der Woche am Orchesterkurs teilnehmen. Dies entspricht der Teilnahme an einer Arbeitsgemeinschaft. Die weitere Ausgestaltung der Stundentafel G9 wird in einer Lehrerkonferenz im Schuljahr 2019/20 entworfen, in den schulischen Gremien diskutiert und von der Schulkonferenz beschlossen werden.

 

Besonderheiten der Jahrgangsstufe 5

Wir sehen es als unsere zentrale Aufgabe an, die Kinder bei ihrem Übergang auf das Gymnasium bestmöglich zu fördern und zu unterstützen. Vor allem sollen sie sich wohlfühlen und in einer guten Lernatmosphäre ihre Stärken entfalten. Daher gehören zu unserem pädagogischen Konzept in der Klasse 5

  • ein Kennenlerntag bereits vor den Sommerferien
  • zwei Orientierungstage mit dem Klassenlehrer, der Klassenlehrerin zum Schulanfang
  • eine Kennenlernfahrt zur Wewelsburg in den ersten Schulwochen
  • die Klassenzusammensetzung nach Wohnort/Buslinie
  • ein Klassenlehrerteam, das möglichst viele Stunden in der Klasse unterrichtet
  • Paten mit Streitschlichterausbildung
  • Eine Wochenstunde Lernzeit zum Methodenlernen und -üben
  • Soziales Lernen im Politikunterricht
  • Informationstechnische Grundbildung als besonderes Fach mit zwei Wochenstunden
  • Enge Zusammenarbeit mit den Eltern
  • Elternratgeber auf unserer Homepage
  • unser Schulsozialarbeiter, der bei Fragen rund ums Lernen helfen kann

 

Auf dem Weg zur Selbstständigkeit geben wir ihnen Unterstützung durch eine Lernzeit (1 Wochenstunde), in der sie Rituale zur selbstständigen Aufgabenbewältigung erlernen, Hausaufgaben systematisch erledigen und die vielen kleinen Schritte der Selbstorganisation einüben.  Alle Kinder haben 30 Unterrichtsstunden pro Woche. Ab der Klasse 5 greift unser besonderes pädagogisches Konzept zur Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung.
Darüber hinaus gilt unseren Fünftklässlern unsere besondere Aufmerksamkeit. Sie haben besonders geräumige Klassenzimmer, in denen jedes Kind sein eigenes Fach hat. Außerdem ist genug Raum für alternative Arbeitsformen. Wir wissen: Beziehung ist für das Lernen das aller Wichtigste! Folglich unterrichtet der Klassenlehrer möglichst viele Stunden in seiner Klasse. Darüber hinaus treffen sich die Hauptfachlehrer einer Klasse einmal wöchentlich, um über erzieherische Fragen, fächerübergreifendes Arbeiten und vor allem die individuellen (Lern-)Bedürfnisse der Schüler zu beraten. Klassenübergreifend arbeiten sie parallel in ihren Fächern und tauschen sich intensiv aus. In einem Teamraum, der neben den Klassenräumen der Fünftklässler liegt, halten sie sich in Präsenzzeiten auf, zu denen die Kinder sie individuell und ungestört ansprechen können. 

Wie an allen Schulformen gilt auch am Gymnasium: Die Erprobungsstufe dauert zwei Jahre. Daher gibt es zwar zu den regulären Terminen Zeugnisse, am Ende der Klasse 5 aber keine Versetzungsentscheidung. D.h. die Kinder gehen am Ende des Schuljahres ‚automatisch‘ in die Klasse 6 über.

 

Jahrgangsstufe 6

Im zweiten Jahr der Erprobungsstufe gilt es, zur Ruhe zu kommen und die bereits erlernten Methoden und Inhalte zu festigen. Als Highlight steht eine Fahrt zum Bibeldorf nach Rietberg an. Erfahrungsgemäß haben die Kinder sich bis zu diesem Zeitpunkt gut eingelebt und fühlen sich den ‚Großen‘ zugehörig. Sie behalten ihre Klassenlehrer und Hauptfachlehrer sowie so viele weitere Lehrkräfte, die sie schon kennen, wie möglich. Aus unserer Sicht ist es ein großer, die Kinder entlastender Vorteil, dass in G9 erst zur Jahrgangsstufe 7 hin die zweite Fremdsprache gewählt wird. Am Ende der Klasse 6 wählen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern dann zwischen Latein und Französisch. Beide Sprachen werden von ihnen mindestens bis zum Ende der Klasse 10 weitergeführt. Selbstverständlich beraten wir Kinder und Eltern bei dieser Entscheidung intensiv und gern.