Planspiel „Europa“: Mauris für einen Tag als Europapolitiker aktiv

Wie funktioniert die Europäische Union? Was macht die Europäische Kommission, was der Europäische Rat, was das Europäische Parlament? Wie kann die EU mit den hohen Flüchtlingszahlen der vergangenen Jahre umgehen?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Planspiels „Destination Europa“, das die beiden Erdkunde – Leistungskurse der Q1 am Dienstag, 30.10.18, durchgeführt haben. Das Planspiel bildete den Abschluss der Unterrichtsreihe Bevölkerungsentwicklung und Migration. In Zusammenarbeit mit dem CIVIC Institut für Internationale Bildung schlüpften die Schülerinnen und Schüler des Mauritius-Gymnasiums in die Rollen der EU-Politiker. Sie diskutierten im Europäischen Rat und im Europäischen Parlament über einen Gesetzentwurf der Europäischen Kommission zur Einführung einer gemeinsamen europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik. In den Diskussionen vertraten die Schülerinnen und Schüler nicht ihre persönliche Position, sondern beispielsweise die des Innenministers von Deutschland oder des Regierungschefs von Spanien. Die Übernahme der unterschiedlichen Perspektiven ermöglichte den Schülerinnen und Schülern ein differenziertes Bild des komplexen Themas einer gemeinsamen europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik und den damit verbundenen unterschiedlichen Erwartungen und Problemlagen der verschiedenen europäischen Länder. Wie können z.B. die Interessenslagen von Schweden, Polen und Italien in Einklang gebracht werden? So mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren Rollen Mehrheiten suchen, Kompromisse schließen und Zugeständnisse machen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren dabei, wie schwierig, aber gleichzeitig absolut notwendig die Abstimmung zwischen den EU-Mitgliedsstaaten ist, denn Herausforderungen wie die Asyl- und Flüchtlingsthematik oder der Klimawandel können nicht in nationalen Alleingängen gemeistert werden.
Brüssel im Klassenzimmer – für die zukünftigen Wählerinnen und Wähler eine positive Erfahrung und ein wichtiger Beitrag zur politischen Meinungsbildung.

Die Präsidentin des Europäischen Parlaments und der Präsident des Europäischen Rates unterzeichnen das Gesetz zur Einführung einer gemeinsamen europäischen Asyl- und Flüchtlingspolitik

 

 

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