Q2 Studienfahrt 2018 in die Toskana – 2 Reiseberichte

Bericht 1:

„Die Toskana liegt nicht in Italien, sondern Italien liegt in der Toskana!“

Dieses Goethe-Zitat beschreibt ziemlich genau das, was viele Toskana-Reisende denken: Die Toskana bringt uns zum Träumen. Schon die bloße Erwähnung des Wortes führt uns sofort idyllische Bilder vor das geistige Auge: Da sind die malerischen Landschaften mit den sanft geschwungenen Hügeln, die üppigen Pinien und Zypressen, die leckeren „rustici“, das frische Olivenöl, der Duft nach Thymian, Lavendel und Rosmarin, die endlose Weite der Weinberge und ein Glas Chianti – wer kommt bei dem Gedanken an die Toskana nicht ins Schwärmen? Hier gibt’s auf kleinem Raum mehr zu entdecken als anderswo auf einem ganzen Kontinent: Kunstschätze im Überfluss, Kirchen, Paläste und Statuen, von denen heute viele zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen.                                                                                                             
Und genau diese Erfahrung durften auch die Schülerinnen und Schüler aus der Q2 machen, die vom 05. bis zum 12. Oktober einige aufregende Tage in der wohl facettenreichsten Region der Welt verbringen durften. Als Betreuer fuhren neben den Stufenleitern Frau Grimm und Frau Henke, auch Herr Schäper, Frau Schlephorst und Frau Finke-Böing mit.
Nach einer langen Fahrt erreichte die Reisegruppe schließlich den „Norcenni Girasole Club“, einen Campingplatz unweit von Florenz entfernt in den Hügeln des Chianti – traumhafte Aussicht inklusive. Dieser wurde für uns nicht nur ein vorübergehendes Zuhause, sondern auch Ausgangspunkt für unsere täglichen Touren in die verschiedenen Städte der Toskana. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler in ihren „mobile homes“ einquartiert und mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, gab es zunächst einmal ein wenig Freizeit, in der diese ihren Schlaf nachholen oder den Campingplatz erkunden konnten. Das Abendessen und ein kleiner, gemeinsamer Eröffnungsabend rundeten den ersten Tag auf dem Platz schließlich ab.
Schon am nächsten Tag startete dann das straffe, aber auch spannende Reiseprogramm: Zunächst ging es für die Schülerinnen und Schüler nach Florenz, die wohl erste und wichtigste Station eines Toskana-Urlaubs für jeden Reisenden oder wie schon Heinrich Heine sagte: „Wenn Italien, wie die Dichter singen, mit einer schönen Frau vergleichbar, so ist Florenz der Blumenstrauß an ihrem Herzen“. Hier hatten die Schüler die Möglichkeit, die Kunstschätze in der Hauptstadt der Region- Kirchen, Pallazi, Fresken, Statuen, Gemälde, usw. – zu bewundern.
Zusammen mit den Erklärungen und Hintergrundinformationen von unserem geschätzten Kunstlehrer Herr Schäper konnten sich die Schüler viel neues Wissen aneignen. Aber auch die Schüler selber hatten zu den Orten und verschiedenen Sehenswürdigkeiten Referate vorbereitet, wodurch sie sich gegenseitig interessante Informationen und „Fun-Facts“ liefern konnten.
Nachmittags bestand zudem die Möglichkeit, den weltbekannten „Piazziale Michelangelo“ zu besichtigen.
Am darauffolgenden Tag ging es für die gesamte Stufe schließlich zunächst nach Pisa und anschließend nach Lucca. Hier durfte nach natürlich ein Selfie vor dem „Schiefen Turm“, am besten in der von Touristen praktizierten „Abstützpose“, nicht fehlen, wobei wir von unserem Busfahrer mehrmals darauf hingewiesen wurden, dass der schiefste Turm der Welt nicht der Schiefe Turm von Pisa, sondern der 1450 errichtete Kirchturm von Suurhausen in Ostfriesland ist! Hier in Pisa konnten die Schüler auch die „Piazza dei Miracoli“, die offiziell „Piazza del Duomo“ heißt und bis heute von Pisas einstiger Macht und Pracht zeugt, besichtigen.
In Lucca konnten wir schließlich die interessante Stadtmauer bestaunen oder uns von einem Blick über die Terrakottadächer der Stadt bis hin zu den Apuanischen Alpen begeistern lassen. Und während die einen z. B. den „Duomo San Martino“, der allein schon eine eigene Reise nach Lucca wert wäre, besichtigten, kauften die anderen einige Souvenirs für zu Hause oder ließen sich das Original italienische Eis schmecken…
Am nächsten Tag standen Siena und San Gimignano auf dem Plan: Siena zeugt von einem mittelalterlichen Ambiente, einem wunderschönen Stadtplatz und viel Kultur. Und auch hier hatten wir wieder genug Freizeit, um das toskanische Flair auf uns wirken zu lassen. So z. B. auf dem „Piazza del Campo“, der nicht nur viele Souvenirshops beherbergt, sondern sich auch zweimal im Jahr zum Schauplatz des berühmt-berüchtigten Pferderennens „Palio di Siena“ verwandelt, bei dem die Stadtteile gegeneinander antreten. Und auch San Gimignano, wenn auch etwas überlaufen, war mit seinem „il gelato piu buono del mondo“- dem besten Eis der Welt – und seiner atemberaubenden Architektur auf jeden Fall eine Reise wert.
Das Highlight unseres ganzen Toskanaaufenthalts war aber sicherlich der Besuch der Chianti-Weinberge nahe San Gimignano, welcher die ganze Fahrt noch einmal abrundete. Hier konnten wir bei einer Weinverkostung in schönem Ambiente schließlich verschiedene Weine probieren und die italienische „Dolce Vita“ genießen.
Auf dem Rückweg in die Heimat unternahmen wir noch einen Abstecher nach Verona, in die Stadt der Liebe, welche besonders durch Shakespeares „Romeo und Julia“ weltweiten Ruhm erlangte. Nachdem jeder ein Foto von „Julias Balkon“, dem Fotomotiv schlechthin, gemacht und sich mit einer kleinen Stärkung für die Reise verpflegt hatte, ging es schließlich Richtung Bürener Land. Alles in allem herrschte vor allem Dankbarkeit für die erfahrene Gemeinschaft, die schöne Zeit und diese besondere Gelegenheit vor.
Für uns war diese Toskanareise jedoch nicht nur eine Studien-, sondern auch vielmehr eine schöne, gemeinsame Abschlussfahrt und auf jeden Fall ein weiteres unvergessliches Erlebnis in unserer Zeit am Mauri. Und gerade deshalb wäre es schön, wenn sich diese Tradition halten würde, damit auch die nachfolgenden Stufen diese schönen Erfahrungen machen können. Und wer weiß, wohin dann die Reise geht…
Ein herzliches Dankeschön geht zum einen an die Stufenleiter und alle Lehrer, die mitgefahren sind, für ihr Engagement und ihre hilfreiche Unterstützung und Betreuung während der Fahrt, aber auch an das Unternehmen „Höffmann-Reisen“, das uns gut versorgt und auch immer sicher von Ort zu Ort gebracht hat.
(Annika Mehring, Q2)

Bericht 2:

Am 05.10.2018 gegen 18 Uhr starteten, wir, die Q2 in unsere Studienfahrt nach Italien in die Toskana. Der Campingplatz „Norcenni Girasole Club“ in der Nähe von Florenz wurde für eine Woche unser Zuhause.

Dort lebten wir in sogenannten „Mobile Homes“, die uns dank der nahen Lage zueinander lustige Abende verschafften. Von unserem Campingplatz aus starteten wir zu diversen Ausflugszielen. Unteranderem besuchten wir die Orte Florenz, Siena und Lucca, sowie den schiefen Turm von Pisa. Alle Schülerinnen und Schüler waren begeistert von den unterschiedlichen Kulissen, die die Toskana zu bieten hat. Dazu zählte vor allem die wunderschöne Landschaft, aber auch unzählige kleine Gassen in den jeweiligen Orten.

An jedem Ort, den wir besucht haben, wurden Referate von Schülerinnen und Schülern der Q2 vorgetragen, die uns wissenswerte Fakten und Informationen zur jeweiligen Stadt und ihrem Hintergrund lieferten. Ein besonderes Highlight war die Eisverkostung in San Gimignano. Das Eis dort ist als bestes Eis der Welt bekannt und so empfanden es auch alle Schülerinnen und Schüler der Q2.

Am letzten Tag besuchten wir die Chianti Weinberge in San Gimignano. Auch die Weinverkostung wurde zu einem Höhepunkt der Studienfahrt. Uns wurde genau erklärt, wie lange die verschiedenen Weine in den Weinfässern gelagert werden. Anschließend durften wir in einer tollen Atmosphäre zusammen mit unseren Lehrern die verschiedenen Weine des Weinguts verkosten und im Anschluss daran auch kaufen, um eine tolle Erinnerung an die Toskana zu haben.

Rundum verbrachten wir also sieben wunderschöne Tage in der Toskana.

(Carolin Köhler, Alica Blume und Maja Laufkötter (Q2)

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